19 Apr 2017

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https://musikiathek.de/tipp-der-redaktion-harpyie-veroeffentlichen-am-28-04-ihr-neues-album-anima/

 

Am 28.04.2017 ist es soweit, dann veröffentlichen Harpyie ihr neues Album „Anima“. Harpyie kommen aus Bad Oeyenhausen und machen seit 2011 gemeinsam Musik. Mit ihrem Folk-Metal haben sie sich bereits in die Herzen de Liebhaber härterer Klänge gespielt. Nach ihren vorherigen drei Alben „Blindflug“, „Willkommen im Licht“ und „Freakshow“ haben sie in letzter Zeit an ihrem neuen Werk „Anima“ gearbeitet. Vorbestellen könnt ihr es HIER.

So erzählen Harpyie selbst über das Album: „Euch erwarten 13 energiegeladene Lieder über Liebe und Hass, Krieg und Frieden, Mensch und Tier. Denn wir schauen auf Anima durch die Augen eines Tieres auf den Menschen und stellen gleichzeitig die Frage, ob es gerade das Tier in uns ist, welches uns menschlicher werden lässt.“ Und die Themen setzen sie sowohl musikalisch als auch textlich gut um.

Zusammenarbeit:
Für „Anima“ arbeiten sie mit Produzent Simon Michael Schmitt zusammen. Den meisten dürfte dieser wohl als Schlagzeuger von Subway To Sally bekannt sein. Bereits beim letzten Harpyie Album „Freakshow“ haben sie zusammen gearbeitet und ein neues Kapitel in der Diskografie von Harpyie aufgeschlagen.

Als Erzähler hat die Band keinen geringeren als Autor und Satiriker Dietmar Wischmeyer mit ins Boot geholt. Aus der Sicht eines Tieres führt er den Zuhörer mit packenden Worten in „Anima“ ein.

Auch Ben Metzner, Sänger der beiden Bands D’Artagnan und Feuerschwanz, ist mit Flöten- und Dudelsackklängen auf dem Album vertreten. Das alles klingt nicht nur vielversprechend, sondern ist es auch!

Harpyie schaffen es auch auf ihrem neuen Album, ihren eigenen, fast schon „typischen“, Harpyie Sound zu bewahren und sich gleichzeitig auch wieder ein Stück weiter zu entwickeln. Man findet die gewohnte Mischung aus Metal und Folk-Mittelalterrock wieder, wobei es musikalisch deutlich härter geworden ist und die Folkelemente noch besser herauszuhören sind als bei den Vorgängeralben. Harte Gitarren treffen hier auf eingängige Melodien, die nach den ersten Malen schon direkt in den Gehörgängen verwurzelt sind.

Der Sound klingt beim neuen Album insgesamt viel klarer und ausgefeilter. Moderne elektronische Klänge sind ebenfalls zu finden. Insgesamt gehen die Songs auf „Anima“ deutlich nach vorne. Mit der Ausnahme von dem etwas ruhigeren Song „Schöne neue Welt“ sind ausschließlich rockige Stücke dabei. Frontmann Aello verleiht mit seiner Stimme jedem Song eine eigene Note und Stimmung. Nicht zuletzt durch die Einflüsse von Produzent Simon Michael werden die Songs perfekt abgerundet.

Wer den Stil von Harpyie bereits kennt und mag, der kann sich „Anima“ bedenkenlos zulegen. Auch für die Liebhaber der härteren Klänge, die Harpyie bisher noch nicht kennen, lohnt sich der Griff zum Album. Hier gibt es definitiv keinen 0815 Metal auf die Ohren, da Harpyie ihren besonderen Musikstil pflegen und immer weiter entwickeln. Reinhören ist hier definitiv Pflicht!

Tracklist:
1. Anima
02. Ambra
03. Schneeblind
04. Flieg
05. Rasputin
06. Totem
07. Vom Alten Eisen
08. Dynamit
09. Jagdfieber
10. Berserker
11. Löwenherz
12. Schöne Neue Welt
13. Unter Geiern